Alexander_Schulz_Dresden_Regisseur_Kameramann

Meine Fotoausrüstung – klein, leicht und unkaputtbar!

Fotografieren ist für mich Urlaub vom Filmen, denn ich finde es deutlich entspannter und einfacher, ein Foto zu schießen, als eine Filmszene zu drehen.

Neben der Arbeit als Regisseur, Kameramann und Cutter im Rahmen meiner Firma „Die Filmagentur“ fotografiere ich also leidenschaftlich gern. Obwohl ich damit (bewusst) kein Geld verdiene, habe ich diesem Hobby auf dieser Website viel Platz eingeräumt und möchte ein paar Dinge zu meiner Ausstattung, der Auswahl der Fotos, der Nachbearbeitung etc. sagen.

Meine Kamera ist seit ihrem Erscheinen 2010 eine Panasonic Lumix GH2. Ihre inzwischen 5 Jahre hat sie (bis auf einen kaputten Audioeingang) ohne Schäden überstanden und das trotz des Einsatzes in allen extremen Witterungsbedingungen. Ich nutze sogar noch die ersten beiden Akkus! Selten hat ein technisches Gerät bei mir so lange durchgehalten…

Warum eine GH2 mit Micro-Four-Thirds Anschluss und keine Kamera mit größerem Sensor/Bajonett? Weil ich von Anfang an damit reisen wollte, ohne dabei mehr Gewicht als möglich mit mir rumzuschleppen. Die Kamera und ihre Objektive sind nämlich verhältnismäßig klein und leicht, mit entsprechenden Linsen erreicht man auch hier problemlos eine hohe Tiefenunschärfe und mehr als 14 Megapixel braucht man nur, wenn man häufig großflächig druckt oder in der Bildarbeitung extrem viel beschneidet. Beides tue ich selten, insofern reicht mir die Sensorgröße aus.

Sowohl Nachfolger als auch die MfT-Konkurrenz von Olympus habe ich natürlich immer im Auge, aber bis jetzt bot keine Kamera einen wesentlichen Vorteil gegenüber der GH2. Das Einzige was sich deutlich gebessert hat, ist das Rauschverhalten bei Dunkelheit, aber auch nicht so stark, dass sich schon ein Neukauf gelohnt hätte. Klar, die Videofunktion einer GH4 bewegt sich in ganz anderen Sphären, aber ich will ja Fotos und keine Videos machen. Dafür hätte ich geeignetere Kameras.

Als Objektive greife ich auf die Sammlung von Linsen zurück, mit der ich auch beruflich arbeite: also drei Panasonic Zooms (7-14mm, 14-150mm und 100-300mm), eine kleine Olympus Festbrennweite (45mm), zwei manuelle Samyang/Walimex-Festbrennweiten (12mm und 85mm) und einen Satz manueller Voigtländer Noktons (17,5mm, 25mm und 42,5mm).

Allerdings habe ich in 90% aller Fälle immer nur drei Objektive dabei: das 7-14mm, das 25mm Nokton und das 45mm Olympus. Damit decke ich alle Brennweiten, die ich so benötige ab und kann das Gewicht gerade noch so in Grenzen halten. Natürlich würde mir der Bildeindruck des 42,5mm Noktons besser gefallen als der des Olympus (von der zusätzlichen Lichtstärke ganz abgesehen). Aber ein zusätzliches halbes Kilo ist mir da einfach zu schwer…

Manuelles Fokussieren ist für mich übrigens kein Nachteil, da ich mich nicht im Bereich der Tier- oder Sportfotografie bewege und es vom Filmen gewohnt bin.

Neben dem obligatorischen Lens-Pen zum Reinigen habe ich ansonsten nur noch einen Ersatzakku, eine paar SD-Karten und ND-Filter dabei. All das passt in eine kleine, nicht nach teurer Fotoausrüstung aussehende Umhängetasche für 29 Euro.

Fotos schieße ich immer in voll manuellen Einstellungen als RAW-Dateien. Bearbeitet wird das ganze dann meistens am Mac in Aperture (Schande über Apple, dass sie diese Alternative zu Lightroom nicht mehr weiterentwickeln!!!), ab und zu auch in Windows unter Photoshop. Allerdings halte ich mich bei der Bearbeitung zurück, meistens handelt es sich nur um eine Color Correction, ganz selten auch mal um ein Color Grading, fast nie um Retuschen oder ähnliches.

Ich will mich dabei nicht auf einen bestimmten Stil festzulegen, da mich das einfach zu schnell langweilt. Stattdessen versuche ich, das Wesen jedes Bildes durch die Korrektur herauszustellen und zu verdeutlichen. Das erfordert manchmal quietschende Farben, manchmal Schwarz-Weiß, manchmal hohe, manchmal flache Kontraste etc. Jedes Bild soll für sich stehen und selten schieße ich richtige Reihen, die alle im gleichen Stil sein müssen.

Tips zur Arbeit in der Praxis werde ich in einem weiteren Blogbeitrag geben, bei dem ich ein paar Grundregeln erläutern werde, mit denen man leicht die Qualität seiner Fotos erhöhen kann.

– written by Alexander Schulz