Alexander_Schulz_Kameramann_Regisseur

Filmemacher, Fotograf, Unternehmer – Über mich und meinen Beruf

Regisseur, Autor, Kameramann, Cutter, Fotograf, Geschäftsführer, Filmemacher – wie kommt man zu so vielen Aufgaben? Wer ist dieser Alexander Schulz eigentlich? Und auf welchen Grundlagen schreibt er hier ständig Artikel über Filme, Werbung und Fotografie?

Es ist Zeit, mich vorzustellen:

Als 1985 geborener Dresdner habe ich mich schon sehr früh für Filme interessiert. Neben dem eingängigen Studium der Fernsehzeitung, der schnell erlernten Bedienung des elterlichen Videorekorders und der frühen Beschäftigung mit Filmmusik, fiel mir mit ungefähr zehn Jahren schließlich die HI-8 Videokamera meines Vaters in die Hände. Von diesem Moment an gab es für mich kein Halten mehr – meine Eltern, meine beiden Brüder und mein Freundeskreis wurden für ständige Kurzfilmdrehs eingespannt. Geschnitten habe ich die Werke dann linear über die Kamera, ein kleines Tonmischpult und einen S-VHS Videorekorder – an Videoschnittsoftware für den Consumer-Bereich war Mitte der 90er noch nicht zu denken. Nebenbei schaute ich unzählige Filme und las so viele Artikel und Bücher über Filme wie möglich.

Der Filmemacher und Fotograf Alexander Schulz bei einem Fotoshooting in Port Stephens, Australien.

Bei einem Fotoshooting in Port Stephens, Australien.

Nach dem Abitur und dem darauf folgenden Zivildienst stand ich 2004 vor der Frage: Was studieren? Relativ schnell war mir klar, dass ich in Richtung Filme weiterlernen will. Da man mit gerade 19 ohne nennenswerte Vorerfahrung keinen Platz an einer renommierten Filmhochschule erhält, entschied ich mich für ein Medienstudium. Als Studienort wählte ich eine als Medienstandort deutschlandweit anerkannte Hochschule im sächsischen Mittweida – die sich als Glücksgriff erwies!

Meine Bachelorstudium zum Medientechniker war zwar etwas zu theorielastig, aber die Hochschule bot durch eine großzügige technische Ausstattung ihren Studenten die Möglichkeit, sich abseits der Vorlesungen in praktischer Arbeit weiterzubilden. Dies nutzten wir und realisierten Filmprojekte am laufenden Band. Überhaupt sind meine damaligen Kommilitonen bis heute der größte Vorteil, den ich aus meiner Studienzeit ziehen konnte: mit einigen von ihnen gründete ich einen gemeinnützigen Medienverein und mit zweien bauten ich unsere Firma „Die Filmagentur“ auf. Darüber hinaus habe ich mit vielen anderen bis heute freundschaftlichen und beruflichen Kontakt. Sie erweitern immer wieder meinen Horizont, ermöglichen mir neue Kontakte, geben mir beruflichen Input und verschaffen unserer Firma neue Verbindungen und manchmal auch Aufträge. An dieser Stelle sei also eine Lanze für ein Studium im Medienbereich gebrochen: mag ein Abschluss in dieser Branche nicht so einen hohen Stellenwert haben und mögen sich die Inhalte im beruflichen Umfeld viel schneller vermitteln – die Kontakte die man während dieser Zeit sammelt sind mit Gold nicht aufzuwiegen!

Gemeinsam mit diesen Kommilitonen realisierte ich am Ende unseres Bachelorstudiums 2007 schließlich auch den Höhepunkt unseres studentischen Filmschaffens: den 90minütigen Spielfilm „Mitfahrgelegenheit, bei dem ich für Drehbuch und Regie verantwortlich war. Es handelte sich um die erste interaktive Spielfilmproduktion Deutschlands, die von einer aufwendigen Website begleitet wurde und – nach heutigen Maßstäben betrachtet – schon viele Eigenschaften von Crowdfunding Projekten innehatte. Den Höhepunkt des Projektes stellte eine kleine aber erfolgreiche Kino-, DVD- und Blu Ray-Auswertung dar, nach dessen Abschluss unser Produktionsleiter Fabian Schmidt, Website-Ersteller Tino Kreßner und ich beschlossen als Selbstständige auch nach dem Studium weiter zusammenzuarbeiten.

Gemeinsam absolvierten wir alle noch ein Masterstudium in Kommunikationswissenschaften, suchten uns nach dessen Abschluss gemeinsam in Dresden ein Büro und begannen mit der Arbeit. Zu dieser Zeit war ich übrigens „nur“ Regisseur und hatte mit Kameraführung und Schnitt wenig Erfahrung. Aber wie das als Firmenneugründer so ist, mangelt es an allen Ecken und Enden an Geld. So fing ich zunächst aus der Not heraus an, aufbauend auf den Grundlagen aus meinem Studium, mir Kameraführung und Filmschnitt (AVID MediaComposer, Adobe Premiere, Apple Final Cut Pro) beizubringen.

Bald hatte ich so viel Spaß an diesen Disziplinen, das ich sie nach und nach erweiterte und mich auch in die Filmtechnik (aktuelle Entwicklungen im Bereich Kamera und Zubehör), Farbkorrektur (Magic Bullet Looks, DaVinci Resolve) und Fotografie (Aperture, Lightroom, Photoshop) vertiefte.

Der Dresdner Kameramann und Filmemacher Alexander Schulz bei einem Filmdreh mit einer RED-Kamera an der Elbe.

Bei einem Filmdreh mit einer RED-Kamera an der Elbe.

Unsere Firma wuchs währenddessen immer weiter. Einen kleinen Einschnitt bedeutete nur der Ausstieg Tino Kreßners 2011, der sich ganz auf sein „Baby“, die Crowdfundingplattform Startnext konzentrieren wollte. Wie sich herausstellte war das für ihn die richtige Entscheidung, ist startnext.de doch inzwischen die größte Crowdfundingplattform Deutschlands und ermöglicht die Realisierung zahlloser interessanter Projekte.

Nach Tinos Weggang konzentrierten Fabian und ich uns auf den Filmbereich und erweiterten uns mit Büros in ganz Deutschland. Inzwischen drehen wir Imagefilme, Werbespots und Internetvideos auf nationaler Ebene und arbeiteten mit Kunden wie der Deutschen Bahn, Procter und Gamble, Audi, Glashütte Original, diversen Hochschulen, Ärztekammern, öffentlichen Behörden und mittelständischen Unternehmen zusammen.

Neben dieser Arbeit an kommerziellen Filmen, die uns ständig weiterbildet und natürlich die Miete zahlt, arbeiten wir auch an eigenen Projekten. Bei diesen können wir uns zum einen kreativ selbst verwirklichen und zum anderen Erfahrungen sammeln, die uns auch im Werbefilmbereich weiterhelfen.

Neben der filmischen Arbeit habe ich außerdem noch meine Leidenschaft fürs Fotografieren entdeckt, wobei ich mich besonders für die Reisefotografie begeistere (wie an meiner Website www.seenbyalex.de unschwer zu erkennen ist). Außerdem schreibe und lektoriere ich gern Drehbücher, Filmkritiken und Beiträge, in denen ich mein bis jetzt gesammeltes Wissen weitergeben möchte. Letzteres mache ich auch über von mir gehaltene Seminare und Workshops, für die ich mir jederzeit gern Zeit nehme.

Die Neugier auf mehr Wissen und das Erlernen möglichst breitgefächerter Fähigkeiten treiben mich schon immer an und weiter und sorgen auch dafür, dass ich bei all meinen Projekten fortgehend Neues ausprobiere.

Denn das beste Projekt ist immer das Nächste!

Filmemacher Alexander Schulz bei einem Filmdreh für einen Imagefilm für die Bergbahnen der DVB.

Beim Filmdreh für einen Imagefilm für die Bergbahnen der DVB.

 

– Alexander Schulz